Dienstag, 17. Januar 2012

Daunenfeder

Er ist ein Künstler,
was soll man dazu noch mehr sagen,
ein Schöngeist,
lebt in seiner Welt
und tritt erschrocken vor dem Leben zurück.

Er wird noch einmal viel bedeuten,
wenn er bis dahin überlebt,
wird sich, womöglich,
über viele noch erheben,
wenn er nicht untergeht.

Noch erinnert er an einen,
der wie ein schönes, scheues Tier,
das helle Licht in seinen Augen fängt,
und still steht.

Zu zart, zu weich, zu fein gegliedert,
ein Kolibri im Adlerhorst,
gebt ihm ein Kleid, das nicht sehr drückt
und ihn bis zu seiner Zeit beschützt.

Bevor ich sterbe

Der Regentropfen im Fluß ist unauffindbar nicht,
es scheint so.
Die eine Schneeflocke in ganz Alaska find ich dir.
Ich such nach der schwersten deiner Tränen im Ozean.
Ich finde einen Weg in deinen allerschwersten Traum
und bin darin der milde Augenschein.
Ich leg aus Wolken dir den Weg,
der vom Nirgendwo ins Irgendwo führt.
Ich küsse das Gestern dir zum morgen.
Noch dein Verlassen werde ich lieben.
Und dich so lieben,dass
bevor ich sterbe alles Werk getan sein wird
und Tod Leben ist.

Was Liebe macht

Aber nein,das ist ja falsch.
Liebe macht doch nicht blind
Liebe macht sehend.
Manchmal macht Liebe ein
bißchen sehr schwindelig,
wie krank.
Liebe macht Rausch und
Liebe macht Rauch.
Feuer überall.
Aber in Wahrheit macht Liebe nichts
Liebe lässt uns machen.