Donnerstag, 10. Februar 2011

Überlebende

Steine,die auf den Grund eines Flusses
gesunken sind,tragen,wenn sie die Bewegung
der Zeiten wieder ans Ufer gespült hat,
noch Grund an sich.

Etwas in deinen Augen ist wie diese Steine,
trägt Müdigkeit und Schwere und etwas Altes,
Nicht Vergessenes.
Da ist in deinen Augen Verletzung.
Schmerz,der einen unruhigen Schlaf schläft
und Traurigkeit,die vor der Zeit
ihren Ursprung hat.

Deine Augen, die das flutmüde Grün
verwunschener Meere haben,
tragen Grund an sich,wie die Steine
am Flussufer.

In dir schlägt Wellen ein Suchen,
das nicht endet und mit warmer
Neugierde alles will und alles
möglich findet.Verbunden mit allem,
in dir ein Wesentliches.

Kein Brunnen,der,und wäre er
auch ohne Boden,an Tiefe dir
gleich käme.
Du trägst das nicht wie ein Wappen,
wie eine Auszeichnung,dich ruft
die Tiefe wie eine Aufgabe.

Daher kommts,dass du auf deiner Suche bist,
als Eine,die überlebt hat und nach wie vor da.
Verbunden mit deiner Kraft,die dem Leben Sinn gibt
und dem Sinn Leben.
Das Leben liebend,weil du den Tod kennst,
die Liebe lebend.Auf dem Weg.
Du lebst von Bildern,atmest Worte.
Es ist in dir etwas,das versteht.

Die Kraft in dir ist,weil du sie brauchst,
weil ohne sie du nicht mehr wärest
und weil sie ist.
Nicht alleine du brauchst die Kraft,
sie braucht auch dich,du bist die
Wohnung,die sie nahm.
Ohne dichwäre sie bloß ein leeres Vermögen,
müsste umherirren in den Welten,ziellos
heimatlos,Bestimmung suchend,ein zum
Tode geborener Stern.
Es müsste ja denn erst einen Menschen geben,
der trüge was sie kann und wie sie wiegt.
Deine Kraft wäre verloren ohne dich und du
wärest nicht ohne sie.

So wird und ist dein Leben eine Feier der Möglichkeit.

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