Ich träume davon,
ein Leben zu beenden,
das kaum begonnen hat.
Ich träume davon,
auszubrechen
aus dem ewigen Kreislauf
von Erfolg und Misserfolg,
von Besitz und Verlust.
Alles gibt sich die Hand
und hält sich an den Füßen fest.
Längst kannst du nicht mehr
und immer sollst du müssen.
Immer noch weiter,immer voran.
Ich träume davon
mein Schicksal links liegen
zu lassen.
Das Rad anzuhalten,
auszusteigen und
fort zu bleiben.
Weil sich alles wiederholt,
nie stehen bleibt,
es keinen Ausweg gibt
und keine Schonung.
Bett bleibt Bett
und
Sex bleibt Sex
und
irgendwann
musst du immer
frühstücken.
Kein Leben ohne Langeweile,
keine Sensation währt ewig,
nichts ist so neu,dass du es
nicht schon kennst.
Ich will nicht mehr.
Nicht mehr
pausenlose Wiederholung,
ich warte auf den Rausch
ohne Kater und bekomm
den Kater ohne Rausch.
Ich will den Knopf,
auf den ich drücke und
Aus bleibt Aus!
Ich träume davon
alleine zu sein
und niemand mehr
zu brauchen.
"Ich hab zum Sterben kein Talent und bin zum Leben kaum begabt."
Ich bin müde und bereit zu schlafen.
Ich bin am Ende angelangt und
will keinen neuen Anfang mehr,
weil der Punkt kommt,wo ich
die Geschichte kenne und schon
weiß wie es weiter geht.
Dem Leben selbst, in seiner
veränderlichen Gleichförmigkeit,
seiner gleichförmigen Veränderlichkeit,
diesem janusköpfigen Leben,
das in jedem Moment zehntausend
Gesichter hat,
will ich die Nase drehen.
Ich träume davon,
der Notwendigkeit zu leben,
ebenso wie der Notwendigkeit
zu sterben,
Fratzen zu schneiden.
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