Mittwoch, 2. Februar 2011

Ewiges und wahres Wir

Bisweilen sind unsere Freuden betagt
und unser Sehnen friert sehr
wir sind so bis ins Tiefste verzagt,
der Kiel taucht nicht ins Meer.

Mitunter von allen Ängsten bewegt,
beschwert von Blei und Gedanken,
als sei in uns ein Feuer gelegt,
als ob ein Gift wir tranken.

Und doch weiß ich ganz sehr und ganz tief,
uns kann doch nichts passieren,
denn du bist,die mich beim Namen rief,
wir können uns nicht verlieren.

Und wir sind in ein All gelegt,
das lauter um sein Dasein streitet,
ein Wort,das einen Gott bewegt,
der seine Arme um uns breitet.

Es ist darum,weil wir vor Zeiten
uns nah und einzig waren,
so wolln wir sanft uns um uns breiten,
ein ewig und ein armes Wir,
die Sterne um uns scharen.

Wir haben uns erkannt,
wir haben uns geküsst,
einander lange verwandt,
haben uns lange vermisst.

Wir sind auf unserem eigenen Weg,
wir sind mit Erz verbunden,
wir tanzen auf einem Wolkensteg,
es eignen uns die Stunden.

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